Luft-Wärmepumpe
Die meistgenutzte Wärmepumpentechnologie – effizient, vielseitig einsetzbar und für Neubau wie Sanierung geeignet.
LUFT-WÄRMEPUMPE
Wärme aus der Außenluft – flexibel und zukunftssicher
Die Luft-Wärmepumpe entzieht der Außenluft thermische Energie und überträgt diese über einen Kältekreislauf ins Heizungssystem. Sie ist die am weitesten verbreitete Wärmepumpenart – dank einfacher Installation, geringer Erschließungskosten und hoher Flexibilität beim Aufstellort.
Da die Außenluft überall kostenlos verfügbar ist, entfällt die aufwändige Erschließung von Erdreich oder Grundwasser. Das macht die Luft-Wärmepumpe besonders für nachträgliche Installationen im Bestand attraktiv – und zum idealen Ersatz für veraltete Öl- oder Gasheizungen.
Stärken auf einen Blick
Kein Grundstück nötig
Keine Erdkollektor- oder Bohrarbeiten – die Außenluft steht überall kostenlos zur Verfügung.
Schnelle Installation
Geringer Aufwand – ideal für Sanierungen als direkter Ersatz für bestehende Heizungsanlagen.
Heizen & Kühlen
Viele Modelle können reversibel betrieben werden – im Sommer aktive Kühlung möglich.
Betrieb bis −20 °C
Moderne Geräte arbeiten auch bei tiefen Außentemperaturen zuverlässig und effizient.
Hohe Jahreseffizienz
JAZ-Werte 2,5 bis 4,5 – aus 1 kWh Strom werden bis zu 4,5 kWh Wärme erzeugt.
Kombinierbar mit PV
Optimale Synergie mit Photovoltaik – Überschussstrom direkt für die Wärmepumpe nutzen.
Wie funktioniert die Luft-Wärmepumpe?
Das Funktionsprinzip basiert auf dem thermodynamischen Kältekreislauf: Ein Ventilator saugt Außenluft an und leitet sie über einen Verdampfer. Das Kältemittel nimmt die thermische Energie der Luft auf und verdampft dabei – selbst bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.
Der Kältemitteldampf wird durch einen Verdichter auf ein höheres Druckniveau gebracht. Im Kondensator gibt das heiße Kältemittel seine Wärme an das Heizungswasser ab. Über ein Expansionsventil sinkt der Druck, und der Kreislauf beginnt von vorne.
Split vs. Monoblock: Luft-Wärmepumpen gibt es als Split-Gerät (Außen- und Inneneinheit, verbunden durch Kältemittelleitungen) oder als Monoblock (komplett außen aufgestellt, Verbindung durch Heizungswasserleitungen).
Planungshinweise
Aufstellort & Schall
Die Außeneinheit muss ausreichend belüftet sein. Mindestabstände zu Wänden sind einzuhalten. Typische Schallentwicklung: 50–65 dB(A). In manchen Gemeinden ist eine Baugenehmigung nötig.
Heizflächen
Optimaler Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen (35–45 °C). Fußbodenheizung oder großflächige Heizkörper sind ideal. Bei Bestandsheizkörpern Hydraulik prüfen und ggf. anpassen.
Heizlastberechnung
Normgerechte Berechnung nach DIN EN 12831 ist Grundlage für korrekte Auslegung. Überdimensionierung führt zu häufigem Takten und mindert Effizienz sowie Lebensdauer.
Warmwasser
Gut isolierter Puffer- oder Warmwasserspeicher empfohlen. Legionellenschutz durch regelmäßiges Aufheizen auf 60 °C berücksichtigen.
Für wen ist die Luft-Wärmepumpe geeignet?
Die Luft-Wärmepumpe ist die vielseitigste Wärmepumpenlösung und eignet sich besonders für:
- →Einfamilienhäuser im Neubau oder sanierten Bestand mit Wohnflächen ab 100 m²
- →Sanierungsobjekte als direkter Ersatz für Öl- oder Gasheizungen
- →Gebäude ohne Möglichkeit zur Erdwärme-Erschließung
- →Wohngebäude mit vorhandener oder geplanter Fußbodenheizung
- →Kombination mit Photovoltaikanlage für maximale Autarkie
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