Sole-Wärmepumpe
Die effizienteste Wärmepumpentechnologie – nutzt die konstante Wärme aus dem Erdreich für maximale Jahresleistung.

SOLE-WÄRMEPUMPE
Erdwärme – konstant, effizient und zukunftssicher
Die Sole-Wärmepumpe nutzt die im Erdreich gespeicherte thermische Energie. Ein Glykol-Wasser-Gemisch (Sole) zirkuliert durch im Boden verlegte Rohrsysteme oder Erdsonden und transportiert die Wärme zur Wärmepumpe. Dort wird die Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau angehoben und ins Heizungssystem eingespeist.
Da die Erdreichtemperatur in einer Tiefe ab 10 Metern das ganze Jahr über nahezu konstant zwischen 8 und 12 °C liegt, arbeitet die Sole-Wärmepumpe besonders effizient – unabhängig von Außentemperaturen und Witterungsbedingungen. Das macht sie zur leistungsstärksten Wärmepumpenart mit den höchsten Jahresarbeitszahlen.
Stärken auf einen Blick
Höchste Effizienz
JAZ-Werte von 4,0 bis 5,5 – kein anderes Heizsystem erreicht diese Jahresarbeitszahlen.
Ganzjährig stabil
Konstante Quelltemperaturen im Erdreich garantieren gleichbleibenden Betrieb bei jedem Wetter.
Geräuscharm
Kein Außengerät, kein Ventilator – die Anlage arbeitet nahezu lautlos im Keller oder Technikraum.
Niedrige Betriebskosten
Durch die hohe Effizienz sinken die Heizkosten deutlich – besonders bei steigenden Energiepreisen ein großer Vorteil.
Klimafreundlich
Im Vergleich zu fossilen Heizsystemen werden CO₂-Emissionen massiv reduziert – ideal für Klimaschutz.
Lange Lebensdauer
Erdkollektoren und Erdsonden sind auf 50+ Jahre ausgelegt – wartungsarme Langzeitinvestition.
Wie funktioniert die Sole-Wärmepumpe?
Das Prinzip folgt dem thermodynamischen Kältekreislauf: Die im Boden zirkulierende Sole nimmt die gespeicherte Erdwärme auf und transportiert sie zur Wärmepumpe. Dort gibt sie die Energie im Verdampfer an das Kältemittel ab, das dann verdampft und durch den Verdichter auf ein höheres Druckniveau gebracht wird.
Im Kondensator überträgt das heiße Kältemittel seine Wärme auf das Heizungswasser. Über ein Expansionsventil wird der Druck abgesenkt, das Kältemittel verflüssigt sich wieder, und der Kreislauf beginnt von vorne. Die Sole wird weiter durch den Boden gepumpt und regeneriert sich dort kontinuierlich.
Erdkollektor vs. Erdsonde: Beim Flächenkollektor werden Rohre horizontal in ca. 1,2 bis 1,5 m Tiefe verlegt – hierfür ist ausreichend Grundstücksfläche nötig. Bei Erdsonden werden vertikale Bohrungen von 80 bis 150 m Tiefe durchgeführt – platzsparend und besonders effizient.
Planungshinweise
Erdkollektor
Für den Flächenkollektor wird ca. die 1,5- bis 2-fache Grundstücksfläche des Gebäudes benötigt. Der Boden darf nicht bebaut oder versiegelt werden. Ideal bei großen, unbebauten Gärten.
Erdsonde & Bohrung
Vertikale Tiefenbohrungen erfordern eine Genehmigung der Unteren Wasserbehörde. Bohrtiefen von 80–150 m sind üblich. Platzsparend und in vielen Fällen die effizientere Lösung.
Heizflächen
Optimaler Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen (35–45 °C). Fußbodenheizung oder großflächige Heizkörper sind ideal. Bestandsheizkörper sollten hydraulisch geprüft werden.
Dimensionierung
Normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist Grundlage für korrekte Auslegung des Kollektors bzw. der Sonde und der Wärmepumpenleistung.
Für wen eignet sich die Sole-Wärmepumpe?
Die Sole-Wärmepumpe ist die leistungsstärkste Wärmepumpenlösung und empfiehlt sich besonders für:
- →Neubauten mit ausreichend Grundstücksfläche für Flächenkollektoren
- →Gebäude mit Tiefbohrung (Erdsonde) bei kleinem Grundstück
- →Gut gedämmte Bestands- und Neubauten mit Fußbodenheizung
- →Eigentümer, die dauerhaft niedrige Heizkosten und höchste Effizienz anstreben
- →Wohngebäude in Gebieten, in denen eine Bohrung wasserrechtlich genehmigungsfähig ist
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